Hamas
2025-08-03 - Hamas, Gaza, Islam, Muslime, Israel und die Zukunft
Michael Theis - Autor
michael.theis.de@gmail.com
1. Für Ungläubige ist es grundsätzlich schwierig die Vorgänge in einer islamischen Gesellschaft zu verstehen. Sie müssen sich Monate und Jahre tief in die Materie einarbeiten und Sie kommen doch nicht nahe heran. Auch weil es zahlreiche Mauern und Interpretationshindernisse gibt und Ihnen der islamische Glaube fehlt.
2. Die Menschen im Gaza-Streifen stellen ein Volk dar, ein gläubiges Volk, ein islamisches Volk. Wir reden hier nicht von einer bunten und heterogen Gesellschaft wie im Westen. Wir reden von einer Gemeinschaft aus einem Guss, aus Dienern, die von Allah geschaffen wurden und für Allah leben und sterben. Ihr Leben hat keine Bedeutung im herkömmlichen Sinne. Es ist eine Zeit der Prüfung. Nicht mehr. Das Paradies danach ist die entscheidende Größenordnung, der Maßstab, das Ziel, die Ewigkeit.
3. Die Hamas ist Teil der Bevölkerung und die Bevölkerung ist Teil der Hamas. Mohammed ist ihr Vorbild. Sie alle sind Diener Allahs. Ihr Ziel ist die Zufriedenheit Allahs und das Paradies. Sie handeln nicht aus egoistischen Antrieben, sie handeln weil Allah ihr Handeln vorgibt. Muslime leben in einer Welt des Allmächtigen und verhalten sich entsprechend.
4. Der Angriff auf Israel war als Auftakt zur vollständigen Beseitigung aller Juden in Palästina geplant. Die absichtlich durchgeführten Grausamkeiten sollten die Israelis dazu zwingen ebenfalls Grausamkeiten zu begehen, damit sich die gesamte Welt gegen Israel erhebt, mindestens jedoch die islamische Welt. Das Leid der eigenen Gaza-Bevölkerung war eingeplant und gewollter Teil des Krieges. Teile der Gesellschaft sollten zu Märtyrern werden. Sie sollten und wollten sich opfern, damit sich die Welt gegen Israel erhebt.
5. Auch heute gibt es keine wirkliche Spaltung zwischen Hamas und Bevölkerung. Die Hamas ist die Bevölkerung und die Bevölkerung ist die Hamas. Muslime sind grundsätzlich bereit, für ihren Glauben und für ihre Glaubensbrüder zu sterben. Sie treten nicht aus aus dem Islam, nur weil die irdischen Bedingungen schlecht werden. Muslime ertragen alles was kommt und wie es kommt. In ihren Augen ist es Gottes Plan, ein Plan, der von Erdenbürgern nicht verstand und nicht kritisiert wird. Es ist der Weg ins Paradies, selbst wenn dieser Weg steinig ist. Muslime sehen die Steine nicht. Sie sehen das Paradies.
6. Wenn der alte Gaza-Steifen wieder entsteht, dann beginnt das Spiel erneut. Muslime kennen nur einen Plan, den Plan, der den Muslimen dient, der Allah dient und ins Paradies führt.
7. Ich bin ein Ungläubiger zu 99,9999 Prozent. Aber ich will nicht überheblich sein. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es Allah gibt und das ich in der Hölle landen werde, weil ich auf der falschen Seite stehe und als Diener ungeeignet bin.
8. Am Ende des Tages treffen Muslime und Ungläubige eine Entscheidung. Meine Entscheidung lautet wie folgt: Verteilt die Gaza-Bevölkerung auf die umliegenden Ländern. Entzieht der Hamas den Zugriff auf die Bevölkerung und der Bevölkerung die Möglichkeit die Hamas zu unterstützen. Begleitet diesen Prozess mit humanitärer Hilfe. Am Ende muss der Gaza-Streifen ein Naturschutzgebiet werden. Wenn die israelischen Siedler den Gaza-Streifen in Besitz nehmen, dann ist das eine Provokation, die negative Folgen haben wird, Folgen, die wir erst in Jahrzehnten sehen werden.
9. Ich will den Muslimen nicht schaden, aber auch auf die Ungläubigen und Juden soll kein Schaden kommen. Vielleicht gibt es eine bessere Lösung. Ich sehe sie nicht. Sollten mir neue Erkenntnisse zuteil werden, dann werde ich diesen Artikel entsprechend korrigieren. Für Kritik bin ich dankbar. Auch schärfste Beleidigungen werde ich demütig ertragen, weil mir klar ist, dass ich mich irren kann. Wenn es Allah gibt, dann bin auch ich Teil seines unergründlichen Plans.