Friedensvertrag

2025-01-17 - Wir brauchen einen gesellschaftlichen Friedensvertrag.

Autor: Michael Theis, michael.theis.de@gmail.com, Kritik ist willkommen

Ein Friedensvertag zwischen Linken und Rechten wäre sinnvoll, denn wenn die Spannungen zunehmen, dann bekommen wir zuerst einen Bürgerkrieg, der vermutlich lokal beschränkt sein wird und anschließend wachen wir alle in einem autoritären Polizeistaat auf.

Ich gehe davon aus, dass es bei den Großkopferten viele gibt, die nur darauf warten einen allumfassenden Polizeistaat errichten zu dürfen, denn der löst für die Mächtigen eine ganze Reihe von Problemen auf einmal.

Erinnern wir uns nur an die Entwicklung nach 9/11. In den USA wurden daraufhin viele Bürgerrechte und Freiheiten eingeschränkt und relativiert. Die Behörden bekamen wesentlich mehr Befugnisse, besonders im Bereich der Kontrolle.

Mit Sicherheits-Dienstleistungen lässt sich viel Geld verdienen und gleichzeitig kann man die eigene Sicherheit extrem steigern. Wer greif schon den Inhaber einer Sicherheitsfirma an, wenn er nicht gerade lebensmüde ist?

Führen die Linken und Rechten einen Krieg gegeneinander, dann freuten sich die Dritten - nicht die dritten Zähne, sondern die bissigen Imperialisten, die Waffenhersteller, die Sicherheitsleute, die Technograten, die Apparatchiks und die Militaristen. Sie werden sich nicht scheuen, notfalls Benzin hineinzugießen um den Waffenabsatz hoch zu halten. Sind genügend Waffen verteilt, dann gibt es keine Ruhe mehr, weil irgend eine Waffen immer im Einsatz ist. Ein Blick in die US-amerikanische Gesellschaft ist erhellend. Viele AfD'ler haben eine gesteigerte Freude an Waffen und die sind in der Mehrheit finanziell gut aufgestellt - also nicht ungefährlich.

Wer einen solchen Friedensvertrag für Affentheater hält, der wird Krieg bekommen, denn die Fronten spitzen sich immer mehr zu und die AfD wird jeden Tag mächtiger. Noch ist die AfD kompromissbereit und in der Lage Zugeständnisse zu machen.

Das betrifft den Öffentlich-rechtlichen Rundfunk und die NGOs. Wenn beide glauben, auf Sieg setzen zu müssen, dann werden sie alles verlieren. Die AfD wird alle Rundfunkstaatsverträge kündigen und die Subventionen für zivilgesellschaftliche Gruppen auf Null herunterfahren. Nur ein Kompromiss kann diese Entwicklung aufhalten. Noch ist Zeit, aber sie läuft ab.

Das grundsätzliche Links-Rechts-Schema können beide Seiten nicht aus der Welt schaffen. Wir werden also gemeinsam in einer gespalteten Welt leben müssen. Allerdings haben wir einen gewissen Gestaltungsspielraum. Wir sollten ihn nutzen.


Ich bin nicht Mitglied der AfD und habe diese Welt auch nicht erfunden. Ich analysiere sie nur, weil ich als Rentner mit Lebenserfahrung die Zeit dafür habe. Und was ich sehe, das ist nicht gut. Also schreiben wir ihn, den Friedensvertrag. Ob er angenommen und umgesetzt wird steht auf einem anderen Blatt. Die Hoffnung stirbt immer zuletzt.

Faschismus



2025-01-17 - Friedensvertrag zwischen den Linken und den Rechten.

1.
Wir erkennen an, dass eine scharfe politische Auseinandersetzung mehr Schaden als Nutzen für uns alle erzeugt, auch weil Dritte davon profitieren.

2.
Wir erkennen an, dass auch dieser Vertrag kein Paradies herbeiführen wird. Wir werden Gegner bleiben und Politik wird sein, was es immer war: Streit, Kompromiss und Einigung um den richtigen Weg.

3.
Wir sind jedoch bereit und bemüht den Auseinandersetzungen die Schärfe und das Extreme zu nehmen.

4.
Keine physische Gewalt oder Gewaltandrohungen bei gleichzeitiger Reduktion der Waffen in der Gesellschaft durch gemeinsame Anstrengungen.

5.
Keine direkte Konfrontation. Proteste immer mit großem Abstand zum Gegner.

6.
Keine radikalen Maßnahmen. Keine Veränderungen, die über 5 Prozent jährlich hinaus gehen.

7.
Monatliche Gespräche an runden Tischen. Die Leitung immer abwechselnd.

8.
Beide Seiten dürfen symbolische Schadenersatzforderungen durchsetzen, um Signale zu setzen.

9.
Dieser Vertrag muss alle 6 Monate erneuert und überarbeitet werden, weil davon ausgegangen werden muss, dass sich die Welt verändert.




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